| Eintrag von lasciare
am 27.12.2011 |
Herzlos, ziellos, zeitlos...
Meine Weihnachtsteetasse dampft.
Die Lichter an meinem Weihnachtsbäumchen leuchten in einem warmen Gelb.
Draußen liegt Schnee, dennoch scheint die Sonne.
Im Ofen köchelt mein Mittagessen vor sich hin.
Ich mag dieses monotone Summgeräusch des Ofens.
Dabei wird mir ganz warm ums Herz.
Ich rieche den schwachen, aber süßen Vanilleduft meiner Duftkerze.
Manchmal kommt ein warmer Luftzug von der glühenden Heizung zu mir herrüber.
Meine Welt ist stehen geblieben.
Seit ein paar Tagen dreht sie sich nicht mehr.
Mein Herz schmerzt.
Ich fühle mich allein.
Verlassen.
Zu tiefst enttäuscht.
Gerade vor Weihnachten.
Wie herzlos.
Ziellos bin ich nun.
Weiß nicht mehr wo ich hingehöre.
Weiß nicht mehr, wo mein Sinn ist.
Und dennoch
Ich spüre wieder ganz banale Dinge.
Sehe kleine Details des Alltags.
Genieße Düfte,
Wärme,
Kälte,
Sehe Farben,
und Formen,
Spüre weiche
und harte Oberflächen,
entdecke viel Altes und Neues.
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